Der König ist tot – es lebe der König

mit diesen Worten als Einleitung wurde die Gemeinde am Sonntag, dem 7. Juli im Anschluss an den Abschiedsgottesdienst unseres Pfarrers Kai Berger letztmalig zum Wahlgottesdienst für Pfarrer Maik Sommer eingeladen.

Nachdem Pfarrer Kai Berger das Presbyterium am 6. März mit der Nachricht überraschte, dass er im Sommer die Gemeinde verlassen wird, hat er dieses auch der Gemeinde im Gottesdienst am folgenden Sonntag mitgeteilt.

Für uns als Presbyterium begann damit der Prozess zur Neubesetzung der Pfarrstelle. Nach ersten Überlegungen zur Zusammensetzung des Pfarrwahllausschusses konnte das Presbyterium noch im März den Antrag zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle an den Kreissynodalvorstand und die Landeskirche richten.  Auch wurde nach kurzer aber intensiver Beratung beschlossen, dass der Pfarrwahlausschuss aus den Mitgliedern des Presbyteriums außer unserem Pfarrer Kai Berger bestehen sollte.

Schnell wurde klar, dass ein Ausschreibungstext zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle nur erstellt werden kann, nachdem die gesamte Gemeinde die Möglichkeit hatte, ihre Vorstellung vom neuen Pfarrer zu äußern. Dieses erfolgte in einer Gemeindeversammlung, die direkt nach den Osterferien durchgeführt wurde. Neben der Einladung in den vorangegangenen Gottesdiensten wurden auch alle Gemeindeglieder persönlich per Brief eingeladen.

Das Ergebnis der Gemeindeversammlung diente als Basis für den Ausschreibungstext, wie er im Regelfall nach Freigabe durch die Landeskirche im kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht wird.
Da wir an Karfreitag und Ostermontag zwei mögliche Bewerber für die Pfarrstelle hören konnten, hat das Presbyterium die hierbei erhaltenen Eindrücke zum Anlass genommen, über eine mögliche Eignung dieser Kandidaten nachzudenken. Unserer Anfrage, diesen Kandidaten die Ausschreibung vorab zuzusenden, wurde nicht stattgegeben. Von der Landeskirche wurde uns aber die Möglichkeit eröffnet, auf die Ausschreibung zu verzichten, wenn wir als Presbyterium mit möglichst hoher Zustimmung sagen, dass einer dieser Kandidaten unser Kandidat wäre. Dieses hat das Presbyterium nach intensiver Beratung getan.

Unser Kandidat wurde Pfarrer Maik Sommer, der daraufhin gebeten wurde, seine Bewerbung einzureichen. Nach Eingang dieser Unterlagen wurde ein Vorstellungsgespräch gemeinsam mit dem Superintendenten Pfarrer Jürgen Knabe, eine Probekatechse sowie eine Probepredigt vereinbart und durchgeführt. Anstelle der Probepredigt hat Pfarrer Maik Sommer unser Angebot, einen gesamten Gottesdienst zu gestalten, angenommen. Dieser erfolgte am Pfingstsonntag.

In der darauf folgenden Sitzung des Presbyteriums wurde einmütig eine Wahlabsichtserklärung zugunsten von Pfarrer Maik Sommer abgegeben. Der erforderliche Wahlgottesdienst erfolgte dann direkt im Anschluss an die Verabschiedung von Pfarrer Kai Berger am Montag, dem 8. Juli. In diesem Gottesdienst, durchgeführt und gestaltet durch den Superintendenten Pfarrer Jürgen Knabe, wurde Pfarrer Maik Sommer durch die Mitglieder des Presbyteriums gewählt und anschließend bei einer Nachfeier des Gottesdienstes begeistert empfangen.

Georg-Wilhelm Overbeck, Vorsitzender des Pfarrwahlausschusses